Eine Einführung zum Thema Thrombose

Dieser Abschnitt enthält eine Einführung zu den Themen Hämostase, Gerinnungskaskade, venöse und arterielle Thromben und Thrombusbildung.

In diesem Abschnitt:

In dem nachstehenden Video erläutert Professor Graham Turpie die Informationen in diesem Abschnitt.

Was versteht man unter Hämostase?

  • Hämostase ist die normale physiologische Reaktion zur Verhinderung eines signifikanten Blutverlustes nach einer Gefäßverletzung.
  • Der Prozess ist vom Ineinandergreifen zahlreicher Ereignisse abhängig, an denen Blutplättchen bzw. Thrombozyten und andere Zellen beteiligt sind und bei denen bestimmte Blutproteine, die so genannten Gerinnungsfaktoren, aktiviert werden.
  • Tritt eine Verletzung eines Blutgefäßes auf, wird die physiologische Hämostase ausgelöst und der Gerinnungsprozess beginnt.
  • Die Hämostase dient der Stabilhaltung des Blutkreislaufsystems. Der Prozess kann jedoch aus dem Gleichgewicht geraden, was eine erhebliche Krankheitslast und Mortalität zur Folge hat.
  • Die Kenntnis des Hämostaseprozesses ist wichtig, um die wichtigsten Erkrankungsstadien einer Thrombose zu verstehen.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Hämostase.

Die Gerinnungskaskade

  • Der Gerinnungsprozess, der zu einer Hämostase führt, besteht aus einer komplexen Abfolge von Reaktionen, an denen ungefähr 30 verschiedene Proteine beteiligt sind.
  • Bei diesen Reaktionen wird Fibrinogen zu Fibrin umgewandelt, das zusammen mit Thrombozyten einen stabilen Thrombus bildet.
  • Es gibt mehrere Modelle der Gerinnungskaskade, beispielsweise das Modell des intrinsischen und extrinsischen Wegs und das etwas neuere zellbasierte Modell.
  • Anhand dieser Modelle wurde die Rolle anderer Komponenten des Gerinnungsvorgangs, beispielsweise von Mikropartikeln und dem Protein P-Selectin, wissenschaftlich untersucht.
  • Eine angeborene oder erworbene Störung des Gerinnungssystems, die zu einem erhöhten Thromboserisiko führt, wird als Thrombophilie bezeichnet.
  • Bei ungefähr einem Drittel der Patienten mit VTE liegt eine angeborene Thrombophilie vor.

Hier erfahren Sie mehr über die Gerinnungskaskade.

Venöse Thromben

  • Die Bildung eines Thrombus in einer Vene wird als Venenthrombose bezeichnet.
  • Wenn sich der Thrombus löst und durch den Blutkreislauf wandert, spricht man von einem Embolus.
  • Venöse Thromben treten vorwiegend in der Form einer tiefen Venenthrombose (TVT) und einer Lungenembolie (LE) auf.
    • TVT ist die häufigste Form einer VTE, allerdings besteht bei Patienten mit TVT auch ein Risiko der Entwicklung einer potenziell lebensbedrohlichen LE.
  • VTE steht im Zusammenhang mit Krebs, Traumata und Operationen und es sind mehrere prädisponierende Risikofaktoren identifiziert worden (z. B. Schwangerschaft, Adipositas und Bettlägerigkeit).
  • VTE kann auch gravierende Langzeitkomplikationen, beispielsweise postthrombotisches Syndrom (PTS) und chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH), zur Folge haben.

Hier erfahren Sie mehr über Venenthrombose.

Thrombusbildung

  • Hämostase ist überlebenswichtig, aber die pathologische Bildung eines Thrombus birgt erhebliche Gesundheitsrisiken.
  • Ein aufgrund einer Störung des Blutgerinnungssystems gebildeter pathologischer Thrombus kann die Durchblutung behindern, was zu mehreren gravierenden Gesundheitsproblemen führt.
  • Es gibt zwei verschiedene Arten von Thromben:
    • Arterielle Thromben
    • Venöse Thromben
  • Der Pathologe Rudolf Virchow vermutete, dass der Bildung und Vergrößerung eines Thrombus Störungen von drei Faktoren vorausgehen, die zusammen als Virchow-Trias bezeichnet werden.
  • Es ist inzwischen möglich, einige der Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko für VTE und andere kardiovaskuläre Krankheiten sowie von Schlaganfall bei Patienten mit VHF in Zusammenhang stehen, zu quantifizieren.

In dem nachstehenden Video wird die Bildung eines Thrombus dargestellt.

Freigabe-Nr.: G.MKT.GM.XA.08.2016.1048

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