VTE bei Chirurgiepatienten

Dieser Abschnitt befasst sich mit der Behandlung von VTE bei Patienten in der orthopädischen Chirurgie und anderen Chirurgiepatienten.

Größere orthopädische Operation

  • Bei einer größeren orthopädischen Operation, zum Beispiel bei einem elektiven Hüft- oder Kniegelenkersatz oder bei einer Hüftfrakturoperation, besteht aufgrund der durch die traumatisch bedingte Schädigung und/oder den Eingriff verursachten Hyperkoagulabilität ein hohes VTE-Risiko.
  • Ohne Thromboseprophylaxe liegt die TVT-Inzidenz (venographisch bestimmt) nach einem elektiven Hüft- oder Kniegelenkersatz bei 40–60 % und nach einer Hüftfrakturoperation bei bis zu 60 %.
  • Das VTE-Risiko nach einem größeren orthopädischen Eingriff bleibt auch nachstationär bestehen; besonders nach einer Hüfttotalendoprothese besteht für die Patienten auch nach der Operation noch bis zu 35 Tage lang ein Risiko für verspätet auftretende VTE, sodass die Thromboseprophylaxe über diesen Zeitraum verlängert werden sollte.

Sonstige Chirurgiepatienten

Allgemein- und Notfallchirurgie:

  • Ohne Thromboseprophylaxe beträgt die TVT-Inzidenz nach einem allgemeinchirurgischen Eingriff 15–30 %; das LE-Risiko liegt bei ungefähr 0,08 %.
  • Die Dauer des stationären Aufenthalts und die Art der Operation sowie Faktoren wie beispielsweise zunehmendes Alter, Krebs, VTE in der Vorgeschichte und Adipositas haben Einfluss auf das Thromboserisiko.

Größere gynäkologische Eingriffe, größere offene urologische und neurologische Eingriffe:

  • Das VTE-Risiko bei größeren gynäkologischen Eingriffen entspricht in etwa dem bei allgemeinchirurgischen Operationen im Bauchraum (15–40 % ohne präventive Maßnahmen).
  • Größere offene urologische oder gynäkologische Eingriffe bringen ein erhebliches Risiko mit sich, was bei transurethralen Verfahren nicht der Fall ist.
  • Venographische Studien bei Neurochirurgie-Patienten ergaben eine TVT-Rate von ca. 30 %:
    • das Risiko ist bei einer Schädeloperation höher als bei einer Wirbelsäulenoperation
    • das Risiko ist bei einem malignen Tumor höher als bei einem benignen Tumor
    • das Risiko ist bei Patienten mit Beinschwäche erhöht.

Nächster Abschnitt: VTE bei immobilisierten Patienten

Sorry to hear that. Please tell us how we can improve (step 2/2)

Your comments will not be shared publicly

Who are you?

Thank you for your feedback - we very much appreciate it!

Siehe auch