VTE-Praxisstudien

Große medizinische Register und nicht-interventionelle Studien ermöglichen die Beurteilung der Therapieergebnisse in der Alltagspraxis bei Patienten mit VTE. Beispiele:

Real World Evidence and Claims Databases – a Guide for Healthcare Professionals

Prof. Craig I. Coleman gives an appreciation of the methodology used to perform Real World Evidence studies, particularly those investigating the effectiveness and safety, of non-vitamin K antagonist oral anticoagulants (or NOACs) in non-valvular atrial fibrillation patients. He also provides some key insights on what real world evidence and specifically claims databases can - and cannot - tell us.

XAMOS („XArelto® in the prophylaxis of post-surgical venous thromboembolism after elective Major Orthopaedic Surgery of hip or knee“)

  • Ziel: Bereitstellung zusätzlicher Informationen aus der Nutzen-Risiko-Bewertung von Rivaroxaban im Vergleich zur Standardtherapie zur VTE-Prophylaxe
  • In diese nicht-interventionelle Studie wurden zwischen Februar 2009 und August 2011 17.701 Patienten aus ungefähr 252 Prüfzentren weltweit aufgenommen.
  • Bei den aufgenommenen Patienten waren elektive Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen (oder bei entsprechende Indikationsstellung eine Hüftfrakturoperation) geplant, und die Patienten erhielten eine medikamentöse VTE-Prophylaxe.
  • Im Lauf einer 3-monatigen Beobachtung wurden Daten zu den folgenden schwerwiegenden oder nicht schwerwiegenden Ereignissen erfasst:
    • Blutungsereignisse
    • Symptomatische thromboembolische Ereignisse (TVT, LE)
    • Gelegentlich auftretende unerwünschte Ereignisse (Inzidenzraten zwischen 0,1 % und 1,0 %)
    • Gesamtmortalität
  • Verglichen mit der Standardtherapie
    • Rivaroxaban war mit einer signifikant niedrigeren Inzidenz symptomatischer thromboembolischer Ereignisse assoziiert (Odds Ratio [OR] 0,65; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,49–0,87).
    • Die Häufigkeit aller Blutungsereignisse war unter Rivaroxaban erhöht, aber die Häufigkeit schwerer Blutungen war in den Behandlungsarmen ähnlich (OR 1,19; 95%-KI 0,73–1,95).
    • In beiden Behandlungsarmen traten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse mit ähnlicher Häufigkeit auf, und die Gesamtsterblichkeit betrug in beiden Behandlungsarmen ~0,1 %.
  • Das nicht-interventionelle Studienkonzept der XAMOS-Studie:
    • Bestätigte die Ergebnisse des klinischen Studienprogramms RECORD
    • Zeigte, dass Rivaroxaban in der klinischen Routinepraxis ein günstiges Nutzen-Risiko-Profil im Vergleich zur aktuellen Standardtherapie hat
    • Lieferte nützliche Zusatzinformationen als Ergänzung zu den Daten aus dem klinischen Studienprogramm RECORD
  • Spätere Analysen von Teildaten aus XAMOS ergaben:
    • Bei Patienten, bei denen eine größere orthopädische Operation im Rahmen der klinischen Routinepraxis geplant war, blieben die Wirksamkeit und Sicherheit von Rivaroxaban unabhängig vom Zeitpunkt der ersten postoperativen Dosis innerhalb von 24 Stunden nach dem Eingriff, der Art der Narkose und der zusätzlichen Durchführung einer mechanischen Thromboseprophylaxe erhalten.
    • In der XAMOS-Studie wurden Antikoagulanzien häufig in Kombination mit einem nicht-steroidalen Antirheumatikum gegeben, was zum häufigeren Auftreten von Blutungen als unter Behandlung mit Rivaroxaban [OR=1,50; 95%-KI 1,06–2,13] oder der Standardtherapie [OR=1,70; 95%-KI 1,16–2,49] führte.
    • Rivaroxaban sorgte nach frakturbedingten orthopädischen Operationen an einer unteren Gliedmaße für eine effektive Thromboseprophylaxe bei einem günstigen Sicherheitsprofil.

Weitere Informationen finden Sie auf:
Clinicaltrials.gov Studiendatensatz (abgerufen am 22.07.2016)

Wichtige diesbezügliche Publikationen:
Haas S, Holberg G, Kreutz R et al. The effects of timing of prophylaxis, type of anesthesia, and use of mechanical methods on outcome in major orthopedic surgery - subgroup analyses from 17,701 patients in the XAMOS study. Vasc Health Risk Manag 2016;12:209−218.

Kreutz R, Haas S, Holberg G et al. Rivaroxaban compared with standard thromboprophylaxis after major orthopaedic surgery: co-medication interactions. Br J Clin Pharmacol 2016;81:724−734.

Lassen MR, Haas S, Kreutz R et al. Rivaroxaban for thromboprophylaxis after fracture-related orthopedic surgery in routine clinical practice. Clin Appl Thromb Hemost 2016;22:138−146.

Turpie AGG, Haas S, Kreutz R et al. A non-interventional comparison of rivaroxaban with standard of care for thromboprophylaxis after major orthopaedic surgery in 17,701 patients with propensity score adjustment. Thromb Haemost 2014;111:94–102.

Turpie AGG, Schmidt AC, Kreutz R et al. Rationale and design of XAMOS: noninterventional study of rivaroxaban for prophylaxis of venous thromboembolism after major hip and knee surgery. Vasc Health Risk Manag 2012;8:363–370.

GLORY („Global Orthopaedic Registry“)

  • Ziel: Verbesserung der Patientenversorgung durch eine bessere Beschreibung der Patientendemografie, des Managements und der stationären und nachstationären Outcomes bei Patienten nach elektiver primärer Hüft- oder Knietotalendoprothese
  • Es wurden zwischen 2001 und 2004 Daten von 15.020 prospektiv aufgenommenen Patienten in 100 teilnehmenden Krankenhäusern in 13 Ländern erfasst, bei denen nach 3 und nach 12 Monaten Nachuntersuchungen stattfanden.
  • Die wichtigsten Ergebnisse der Studie waren:
    • Elektive Hüft- und Kniegelenkersatzoperationen sind relativ sichere chirurgische Eingriffe mit sehr niedrigen Sterberaten und guten Ergebnissen bei den meisten Patienten. Zudem waren die Behandlungsergebnisse trotz großer Unterschiede zwischen den jeweiligen Verfahrensweisen in der Praxis in allen 13 Ländern einheitlich.
    • In diesem Praxisregister traten symptomatische VTE häufiger auf als in klinischen Studien.
    • Fast alle Patienten erhielten eine VTE-Prophylaxe. Allerdings war die Befolgung der Leitlinien suboptimal und die Anwendung der Thromboseprophylaxe ging mit der Zeit zurück, obwohl bei den Patienten immer noch ein erhöhtes VTE-Risiko bestand.
    • Es muss daher verstärkt auf Art und Inhalt evidenzbasierter Leitlinien für die VTE-Prophylaxe bei Patienten, die eine Hüft- oder Kniegelenktotalendoprothese erhalten, aufmerksam gemacht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf:
Das Global Orthopaedic Registry (abgerufen am 22.07.16)

Wichtige diesbezügliche Publikationen:
Wang Z, Anderson FA Jr, Ward M, Bhattacharyya T. Surgical site infections and other postoperative complications following prophylactic anticoagulation in total joint arthroplasty. PLoS One 2014;9:e91755.

Anderson FA, Jr, Agnelli G, FitzGerald G et al. Overview of the Global Orthopaedic Registry (GLORY). Am J Orthop 2010;39:2–4.

Waddell J, Johnson K, Hein W et al. Orthopedic practice in total hip arthroplasty and Total knee arthroplasty: results from the Global Orthopaedic Registry (GLORY) Am J Orthop 2010;39:5–13.

Friedman RJ, Gallus A, Gil-Garay E et al. Practice patterns in the use of venous thromboembolism prophylaxis after total joint arthroplasty–insights from the multinational Global Orthopaedic Registry (GLORY). Am J Orthop 2010;39:14–21.

Cushner F, Agnelli G, FitzGerald G et al. Complications and functional outcomes after total hip arthroplasty and total knee arthroplasty: results from the Global Orthopaedic Registry (GLORY). Am J Orthop 2010;39:22–28.

Warwick D, Agnelli G, Cushner F et al. Lessons learned from the Global Orthopaedic Registry (GLORY): study design, current practice patterns, and future directions. Am J Orthop 2010;39:29–31.

Friedman RJ, Gallus AS, Cushner FD et al. Physician compliance with guidelines for deep-vein thrombosis prevention in total hip and knee arthroplasty. Curr Med Res Opin 2008;24:87–97.

IMPROVE („International Medical Prevention Registry on Venous Thromboembolism“)

  • Ziel: Beurteilung der ärztlichen Vorgehensweise bei akut kranken hospitalisierten internistischen Patienten in Bezug auf die Prophylaxe gegen VTE
  • Prospektive Kohortenstudie mit einem Kollektiv von mehr als 15.000 hospitalisierten akut kranken internistischen Patienten in 52 Krankenhäusern in 12 Ländern
  • Zwischen Juli 2002 und September 2006 wurden in IMPROVE Daten zu folgenden Sachverhalten erfasst, analysiert und veröffentlicht:
    • Klinische Inzidenz und Risikofaktoren für die Entwicklung von VTE,
    • Bereitstellung einer VTE-Prophylaxe
    • Inzidenz von Blutungsereignissen und Risikofaktoren für Blutungen
  • Wichtigste Ergebnisse
    • Lediglich 60 % der Patienten, die den Leitlinienempfehlungen nach eine VTE-Prophylaxe erhalten sollten, erhielten tatsächlich eine, was suboptimal war.
    • Die Praxismaßnahmen unterschieden sich erheblich, wobei in den USA als VTE-Prophylaxe am häufigsten eine intermittierende pneumatische Kompression angewendet wurde (bei 22 % der Patienten), die in anderen Ländern selten war (0,2 %).
    • Das gängigste Medikament zur VTE-Prophylaxe in den USA war UFH (bei 21 % der Patienten), in anderen Ländern war es NMH (bei 40 %).
    • Zur Vorhersage schwerer Blutungen bei stationär behandelten internistischen Patienten kann der bei der Aufnahme ins Krankenhaus berechnete IMPROVE-Blutungsrisiko-Score verwendet werden.

Weitere Informationen finden Sie auf:
International Medical Prevention Registry on VTE (abgerufen am 22.07.16)
Modellrechner zur Berechnung des stationären VTE- und Blutungsrisikos (abgerufen am 22.07.2016)

Wichtige diesbezügliche Publikationen:
Hostler DC, Marx ES, Moores LK et al. Validation of the International Medical Prevention Registry on Venous thromboembolism Bleeding Risk score. Chest 2016;149:372−379.

Rosenberg D, Eichorn A, Alarcon M et al. External validation of the risk assessment model of the International Medical Prevention Registry on Venous Thromboembolism (IMPROVE) for medical patients in a tertiary health system. J Am Heart Assoc 2014;3:e001152.

Spyropoulos AC, Anderson FA Jr, Fitzgerald G et al. Predictive and associative models to identify hospitalized medical patients at risk for VTE. Chest 2011;140:706–714.

Decousus H, Tapson VF, Bergmann JF et al. Factors at admission associated with bleeding risk in medical patients: findings from the IMPROVE investigators. Chest 2011;139:69–79.

Tapson VF, Decousus H, Pini M et al. Venous thromboembolism prophylaxis in acutely ill hospitalized medical patients: findings from the International Medical Prevention Registry on Venous Thromboembolism. Chest 2007;132:936–945.

ENDORSE („Epidemiologic International Day for the Evaluation of Patients at Risk for Venous Thromboembolism in the Acute Hospital Care Setting“)

  • Ziel: Beurteilung der Prävalenz des VTE-Risikos und der Thromboseprophylaxe-Praktiken bei der Akutversorgung im Krankenhaus
  • ENDORSE war ein fachgebietsübergreifendes Beobachtungsregister, an dem sich zwischen August 2006 und Januar 2007 358 Akutversorgungskrankenhäuser in 32 Ländern beteiligten.,
  • Von den 68.183 im ENDORSE-Register erfassten Patienten lagen 45 % auf einer chirurgischen Station und 55 % auf einer internistischen Station.
  • Bei 64,4 % der Chirurgiepatienten und bei 41,5 % der medizinischen Patienten lag ein VTE-Risiko vor.
    • Nur 58,5 % dieser Chirurgiepatienten und 39,5 % dieser internistischen Patienten erhielten eine VTE-Prophylaxe nach den Leitlinienempfehlungen.
  • Bei 92,5 % der Patienten, bei denen eine größere Operation durchgeführt wurde, bestand ein VTE-Risiko – die Anwendung einer Prophylaxe variierte je nach Art der größeren Operation und betrug:
    • 86,0 % bei orthopädischen chirurgischen Eingriffen
    • 53,8 % bei urologischen/gynäkologischen Eingriffen
    • 53,6 % bei sonstigen Eingriffen.
  • In der klinischen Alltagspraxis entspricht die VTE-Prophylaxe bei chirurgischen und internistischen Patienten nicht immer den Leitlinienempfehlungen, sodass hier Verbesserungspotenzial besteht.

Weitere Informationen finden Sie auf:
Epidemiologic international day for the evaluation of patients at risk for VTE in the acute hospital care setting (abgerufen am 22.07.16)

Wichtige diesbezügliche Publikationen:
Bergmann JF, Cohen AT, Tapson VF et al. Venous thromboembolism risk and prophylaxis in hospitalized medically ill patients: the ENDORSE global survey. Thromb Haemost 2010;103:736–748.

Kakkar AK, Cohen AT, Tapson VF et al. Venous thromboembolism risk and prophylaxis in the acute care hospital setting (ENDORSE survey): findings in surgical patients. Ann Surg 2010;251:330–338.

Anderson FA Jr, Goldhaber SZ, Tapson VF et al. Improving practices in US hospitals to prevent venous thromboembolism: lessons from ENDORSE. Am J Med 2010;123:1099–1106.e8.

Cohen AT, Tapson VF, Bergmann JF et al. Venous thromboembolism risk and prophylaxis in the acute hospital care setting (ENDORSE study): a multinational cross-sectional study. Lancet 2008;371:387–394.

Computergestütztes Register von Patienten mit venöser Thromboembolie – Registro Informatizado de Pacientes con Enfermedad TromboEmbólica (RIETE)

  • Ziel: Bewertung der Behandlungsoptionen als Hilfestellung für den Arzt bei Behandlungsentscheidungen zur konkreten Senkung der Mortalität, des erneuten Auftretens von VTE und von Blutungskomplikationen
  • RIETE wurde im März 2001 als langfristiges multidisziplinäres Projekt mit dem Ziel gestartet, ein umfangreiches Datenregister konsekutiver Patienten mit symptomatischer akuter TVT oder LE zu erstellen – bislang sind mehr als 45.000 Patienten registriert worden.
  • In dem Register werden für jeden Patienten folgende Daten erfasst:
    • Klinischer Status, einschließlich etwaiger Begleit- bzw. Grunderkrankungen
    • Art, Dosis, Dauer und Ergebnis (in den ersten 3 Therapiemonaten) der antithrombotischen Behandlung
  • Studienendpunkte:
    • Klinisch erkannte (und objektiv bestätigte) VTE-Rezidive
    • Schwere und leichte Blutungskomplikationen
    • Tod
  • Es sind bereits mehr als 100 Manuskripte veröffentlicht worden, die Daten aus dem RIETE-Register beschreiben oder Daten aus dem RIETE-Register für Entscheidungsanalysen oder die Erstellung pharmakoökonomischer Modelle verwendet haben.
  • Wichtigste Ergebnisse
    • Patienten mit mittlerer/hoher Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer LE profitieren von einer präemptiven (d. h. vor Bestätigung der Diagnose eingeleiteten) Antikoagulationstherapie.
    • Das Vorhandensein einer asymptomatischen („silent“) LE bei Patienten mit TVT bei der Vorstellung ist mit einer erhöhten Inzidenz symptomatischer LE in den ersten 15 Tagen der Antikoagulationstherapie assoziiert.
    • Die Sterbewahrscheinlichkeit ist bei Patienten, die mit einer akuten symptomatischen LE vorstellig sind und bei denen begleitend eine TVT vorliegt, doppelt so hoch wie bei Patienten mit symptomatischer LE bei der Vorstellung, jedoch ohne begleitende TVT.
    • Patienten, die während der stationären Behandlung im Krankenhaus eine VTE entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko, an einer LE zu sterben, als Patienten, die eine VTE außerhalb eines Krankenhauses entwickeln.
    • Daten aus dem RIETE-Register wurden verwendet, um prädiktive Variablen für schwere Blutungsereignisse bei Patienten zu bestimmen, die mit akuter VTE vorstellig werden.
    • Die Anwendung von NOAK hat sich von 0,5 % in 2010 auf 13,4 % in 2014 erhöht (p < 0,001).
    • Ein als erhöht empfundenes Blutungsrisiko wirkt sich auf die Entscheidung bezüglich einer Antikoagulationsbehandlung aus, obwohl ein signifikanter Anteil der Patienten in der Alltagspraxis nicht die empfohlene Behandlung erhielt.

Weitere Informationen finden Sie auf:
Computergestütztes Register von Patienten mit venöser Thromboembolie (abgerufen am 22.07.2016)

Wichtige diesbezügliche Publikationen:
Morillo R, Jiménez D, Aibar MÁ et al. Deep vein thrombosis management and outcome trends, 2001 to 2014. Chest. 2016; doi:10.1016/j.chest.2016.03.046.

Madridano O, Del Toro J, Lorenzo A et al. Subsequent arterial ischemic events in patients receiving anticoagulant therapy for venous thromboembolism. J Vasc Surg Venous Lymphat Disord 2015; 3: 135−141.

Baumann Kreuziger L, Cote L, Verhamme P et al. A RIETE registry analysis of recurrent thromboembolism and hemorrhage in patients with catheter-related thrombosis. J Vasc Surg Venous Lymphat Disord 2015; 3: 243−250.

Merah A, Bertoletti L, Ginzarly M et al. Prior thromboprophylaxis and outcome in patients experiencing acute venous thromboembolism after an acute medical illness. Eur J Intern Med 2016; 30: 72−76.

Mahé I, Sterpu R, Bertoletti L et al. Long-term anticoagulant therapy of patients with venous thromboembolism. What are the practices? PLoS One 2015; 10: e0128741.

Tzoran I, Brenner B, Sakharov G et al. Clinical outcome in patients with venous thromboembolism receiving concomitant anticoagulant and antiplatelet therapy. Eur J Intern Med 2014; 25: 821−825.

Tzoran I, Brenner B, Papadakis M et al. VTE registry: what can be learned from RIETE? Rambam Maimonides Med J 2014; 5: e0037.

Blondon M, Righini M, Aujesky D et al. Usefulness of preemptive anticoagulation in patients with suspected pulmonary embolism: a decision analysis. Chest 2012; 142: 697–703.

Tzoran I, Saharov G, Brenner B et al. Silent pulmonary embolism in patients with proximal deep vein thrombosis in the lower limbs. J Thromb Haemost 2012; 10: 564–571.

Jiménez D, Aujesky D, Díaz G et al. Prognostic significance of deep vein thrombosis in patients presenting with acute symptomatic pulmonary embolism. Am J Respir Crit Care Med 2010; 181: 983–991.

Maestre A, Sánchez R, Rosa V et al. Clinical characteristics and outcome of inpatients versus outpatients with venous thromboembolism: findings from the RIETE Registry. Eur J Intern Med 2010; 21: 377–382.

Ruíz-Giménez N, Suárez C, González R et al. Predictive variables for major bleeding events in patients presenting with documented acute venous thromboembolism. Findings from the RIETE Registry. Thromb Haemost 2008; 100: 26–31.

GARFIELD-VTE („Global Anticoagulant Registry in the FIELD“)

  • Ziel: Beschreibung der Muster von Akut- und Langzeitbehandlungen und deren Ergebnisse bei Patienten mit VTE in mehr als 20 Ländern weltweit, die für die Patienten in der Alltagspraxis repräsentativ sind
  • Das Register wurde 2013 gestartet und soll Aufschluss über folgende Sachverhalte geben:
    • Therapiedauer und Gründe für das Absetzen der Therapie
    • Komplikationshäufigkeit, praktische Aspekte des Patientenmanagements, Ressourceneinsatz im Gesundheitswesen und Zufriedenheit mit der Behandlung
    • Inzidenzen von VTE-Rezidiven, schweren Blutungen, postthrombotischem Syndrom, venösen Ulzerationen und CTEPH

Weitere Informationen finden Sie auf:
Global Anticoagulant Registry in the FIELD (GARFIELD-VTE) (abgerufen am 22.07.16)

XALIA („XArelto® for Long-term and Initial Anticoagulation in venous thromboembolism“)

  • Ziel: Prospektive, nicht-interventionelle klinische Beobachtungsstudie zur Untersuchung der Inzidenz von VTE-Rezidiven, schweren Blutungen und Mortalität sowie anderer kardialer und symptomatischer thromboembolischer Ereignisse, der Zufriedenheit mit der Behandlung und der Therapieadhärenz bei erwachsenen Patienten mit diagnostizierter akuter TVT unter Behandlung mit Rivaroxaban oder der herkömmlichen Standardtherapie
  • Für die Aufnahme in die Studie kamen Patienten aus Kanada und Europa mit Indikation für eine mindestens 12-wöchige Antikoagulation in Frage.
  • Die Studiendauer betrug 12 Monate ab dem Abschluss der Aufnahme in die Studie.
  • Wichtigste Ergebnisse:
    • Es wurden 5142 Patienten aufgenommen.
    • In der klinischen Routinepraxis hatten mit Rivaroxaban behandelte Patienten zum Baseline-Zeitpunkt ein niedrigeres Risikoprofil als solche unter Behandlung mit einer Standardtherapie zur Antikoagulation.
    • Unter Behandlung mit Rivaroxaban waren die Raten schwerer Blutungen und erneut auftretender VTE niedrig, was mit den Ergebnissen aus der Phase-III-Prüfung im Rahmen des EINSTEIN-Programms entsprach.
    • Die nach Propensity Score angepassten Ergebnisse bestätigten, dass Rivaroxaban bei einem breiten Patientenspektrum eine sichere und wirksame Alternative zu einer Standardtherapie zur Antikoagulation war.

Weitere Informationen finden Sie auf:
Clinicaltrials.gov Studiendatensatz (abgerufen am 22.07.2016)

Wichtige diesbezügliche Publikationen:
Ageno W, Mantovani LG, Haas S et al. Safety and effectiveness of oral rivaroxaban versus standard anticoagulation for the treatment of symptomatic deep-vein thrombosis (XALIA): an international, prospective, non-interventional study. Lancet Haematol 2016;3:e12–e21.

Ageno W, Mantovani LG, Haas S et al. XALIA: rationale and design of a non-interventional study of rivaroxaban compared with standard therapy for initial and long-term anticoagulation in deep vein thrombosis. Thromb J 2014;12:16.

PREFER in VTE („PREvention oF thromboembolic events – European Registry in Venous ThromboEmbolism“)

  • Ziele:
    • Erfassung von Daten zur Lebensqualität und Zufriedenheit mit der Behandlung bei Patienten mit VTE
    • Aufschlüsse über das Patientenmanagement in der Akutphase und zur Prävention erneuter thromboembolischer Ereignisse
    • Untersuchung der ökonomischen Belastung durch die VTE-Behandlung
    • Bei dem PREFER in VTE-Register handelte es sich um eine prospektive, multizentrische Beobachtungsstudie in sieben europäischen Ländern (Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich, Spanien und Schweiz) mit einjähriger Verlaufsbeobachtung. Insgesamt beteiligten sich 381 Zentren, in denen im Lauf eines Beobachtungszeitraums von 1 Jahr 3545 Patienten aufgenommen worden sind.
  • Wichtigste Ergebnisse
    • Patienten unter Behandlung mit NOAK bewerteten die Anwendungsfreundlichkeit ihrer Behandlung und ihre Zufriedenheit mit ihrer Behandlung wesentlich höher als Patienten unter Behandlung mit Heparin/VKA.
    • Unter Praxisbedingungen musste 1 von 7 Patienten in den ersten 6 Monaten nach einem TVT- oder LE-Ereignis erneut stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Die meisten dieser Hospitalisierungen waren jedoch nicht durch eine Thromboembolie oder eine Blutung bedingt.
    • Voraussichtlich werden in Kürze vollständige Daten veröffenlicht.

Weitere Informationen finden Sie auf:
PR Newswire. European patient registry in venous thromboembolism (VTE) - PREFER in VTE - enrols first patient. 2013. (abgerufen am 22.07.16)

Wichtige diesbezügliche Publikationen:
Willich SN, Bauersachs R, Gitt AK et al. Treatment satisfaction in patients with venous thromboembolism as measured with PACT-Q2: PREFER in VTE Registry. Value Health 2014;17:A496–A497.

Bauersachs R, Gitt AK, Mismetti P et al. Readmittance to hospital within 6 months after a venous thromboembolism event: PREFER in VTE Registry. Value Health 2014;17:A472–A473.

Agnelli G, Gitt AK, Bauersachs R et al. The management of acute venous thromboembolism in clinical practice – study rationale and protocol of the European PREFER in VTE Registry. Thromb J 2015;13:41.

Freigabe-Nr.: G.MKT.GM.XA.08.2016.1054